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Hinweis aus gegebenen Anlass zum Urheberrecht:  Alle hier veröffentlichten Papst-Fotos sind selbst aufgenommen und nicht dem Internet entnommen!! Copyright © Günter Streit, 97318 Kitzingen (eMail: gustre@t-online.de). Alle Rechte vorbehalten.



"Wer glaubt ist nie allein." Dieses Wort steht über dem Besuch des Heiligen Vaters in seiner bayerischen Heimat. Diese Gemeinschaft erfahren wir in besonderer Weise, wenn Papst Benedikt mit uns die heilige Messe feiert. In jeder Eucharistiefeier wissen wir uns mit dem Papst verbunden. Darum nennen wir im Hochgebet jedes Mal seinen Namen. Diese Einheit mit ihm, die zu unserem Kirchsein gehört, gründet in unserem Glauben und wurde bei der heiligen Messe am 10. Sept. auf dem Münchner Messegelände sichtbar und erfahrbar. Wir hörten das Wort Gottes, das uns Papst Benedikt verkündete, wir waren verbunden in Gebet und Gesang zum Lob Gottes und feierten den Tod und die Auferstehung des Herrn, der in unserer Mitte war. Wir wurden zurück in unsere Familien und Gemeinden gesendet, damit überall spürbar wird: "Wer glaubt ist nie allein."

(Friedrich Kardinal Wetter, Erzbischof von MÜnchen und Freising)




Fünfzig Pfarreimitglieder unserer künftigen Pfarreiengemeinschaft St. Johannes machten sich am Sonntagmorgen des 10. September 2006 um 2.30 Uhr mit dem Bus in Richtung München auf. Um 5.30 Uhr hatten wir den Parkplatz des Messegeländes in München erreicht, wo viereinhalb Stunden später der Gottesdienst mit Papst Benedikt begann.


So früh auf dem Platz angekommen, froren wir zwar ein wenig, konnten aber in aller Ruhe unsere Plätze aufsuchen. Wir waren jedoch nicht die einzigen, die zu solch früher Stunde angekommen waren. Da waren schon viele Pilger, die auf dem Platz übernachtet hatten. Im Hintergrund die riesigen Bildwände und der Papstaltar.



Jeder Besucher bekam eine Pilgertasche.

In den Taschen fand man ein blau-gelbes Papst-Winke-Tuch, einen Regenponcho, das Gemeindeheft mit den Liedern und eine Sonderausgabe der Münchner Kirchenzeitung. Nicht zu vergessen eine Flasche mit einem Erfrischungsgetränk



Vorräte für den Inhalt der Taschen, der für mindestens 250.000 Besucher reichen musste.



5.45 Uhr - fast noch tiefe Nacht - der Papstaltar strahlt noch im Kunstlicht!



Kurz nach 6.00 Uhr - es dämmert bereits - angereiste Ministranten suchen ihre Plätze



Überraschung für uns Kitzinger! Die großen Videowände strahlten in der Dämmerung und zeigten  Stefan Heuberger an der Orgel. Er stammt aus unserer Pfarrei St. Johannes und verkürzte für die vielen Besucher die Wartezeit mit modern angehauchter Klassikmusik.



Mehrmals wurden Improvisationen von Stefan Heuberger an der Orgel angekündigt bevor er dann zum Gottesdienst vom Organisten der Münchner Dommusik abgelöst wurde





Es wird heller auf dem Gelände und ...







... die aufgehende Sonne verdrängt das Kunstlicht. Die Altarinsel erstrahlt im natürlichen Licht. Das riesige Dach hat noch keine Wirkung!



 

Mit dem Angelus-Gebet beginnt der Tag, dann folgt eine Rosenkranz-Andacht.


Nach 7 Uhr füllte sich das Gelände zusehends. Die lange Zeit bis zum Gottesdienst um 10.00 Uhr verlief sehr kurzweilig, da wir sehr viel Interessantes zu beobachten und viele Eindrücke zu verarbeiten hatten.





Links die Gemeindereferentin von St. Johannes Frau Sieglinde Schraut, sie leitete diesen besonderen Tag.



Wir, die schon in der Nacht gekommen waren, standen noch in Jacken eingehüllt bis uns die Sonne ein sommerliches Outfit aufzwang!





Eine sehr gute Position für schöne Bilder und Aufnahmen fand ich bei der Hauptkamera des bayerischen Fernsehens. Nochmals herzlichen Dank an Frau Schraut, ohne ihre vorherigen Bemühungen hätte ich diesen Platz wohl nicht gefunden.



Eingeläutet wurde die Eucharistiefeier, die erste beim Besuch des Heiligen Vaters in seiner Heimat, um 10.00 Uhr mit der Benediktglocke.



Die Papst-Benedikt-Glocke ist das Geschenk der Bürgerschaft der Stadt Traunstein aus Anlass der Verleihung der Ehrenbürgerwürde im Februar 2006. Joseph Ratzinger bezeichnete Traunstein seit jeher als seine Vaterstadt hat er doch seine Jugend in dieser Stadt im Chiemgau verbracht. Benedikt XVI. charakterisierte Traunstein während der Feierstunde in Rom mit dem Dreiklang: "Humanitas - Christianitas und Liberalitas Bavarica". Diese drei Begriffe sind mit dem Wappen des Papstes, dem Stadtwappen Traunsteins und einem Relief des Papstes auf der Glocke eingegossen. Während des Gottesdienstes konnte der Papst seine Benedikt-Glocke sehen und hören.



Der Gottesdienst beginnt mit dem Einzug aller Zelebranten. Alles erhebt sich von den Plätzen - auch der Chor - und schaut nach dem einziehenden Papst Benedikt!





Mehr als 60 Bischöfe und Kardinäle aus Deutschland und vielen europäischen Ländern zogen in einer langen Prozession als Konzelebranten mit dem Papst zur sechs Meter hohen Altarinsel unter einem großen Zeltdach hinauf.








Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, begrüßte den Papst zu Beginn des Gottesdienstes. Durch die Verbindung mit dem Papst seien die Gläubigen Teil der weltumspannenden Gemeinschaft der Kirche. „Heute dürfen wir diese Gemeinschaft sichtbar erleben“, sagte der Kardinal. Besonders erfreut zeigte er sich auch über die Teilnahme von Bundespräsident Horst Köhler, der mit Ministerpräsident Edmund Stoiber und anderen hochrangigen Vertretern aus Kirche und Politik unter den Ehrengästen saß.



Papst Benedikt XVI. freute sich sehr über die herzliche Begrüßung in seiner Heimat und ...






... dankte mit einem „herzlichen Vergelt’s Gott“ für die bayerische Gastfreundschaft. „Ich danke Gott für diese schöne Heimat und für die Menschen, die sie zur Heimat gemacht haben und machen.“




Extra für den feierlichen Gottesdienst in München wurde das "Enghausener Kreuz" im Zentrum auf der Altarinsel angebracht.


Nach einem Klick auf das Bild, werden Sie mit der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg verknüpft. Dort wurde das Alter dieses Kreuzes festgestellt!

Das über der Kathedra des Papstes angebrachte lebensgroße Kruzifix aus dem ausgehenden 9. Jahrhundert nannte Kardinal Wetter "ein bewegendes Zeugnis des Glaubens, der über Jahrhunderte unser bayerisches Land geprägt und zu seiner Schönheit und Anmut viel beigetragen hat".



Das Enghausener Kreuz ist das älteste lebensgroße Kruzifix der Welt! 2003 begann eine umfassende, schwierige, aber dennoch "normale" Restaurierung des lebensgroßen Kruzifix aus der Filialkirche "Auffindung des Kreuzes" in Enghausen (Pfarrei Priel bei Moosburg Landkreis Freising). Das Kreuz war zu Beginn der Restaurierung in einem fürchterlichen Zustand. Dazu kam, dass die letzte Restaurierung des 20. Jh., wie so oft, durch grobe Vorgehensweisen mehr zerstörte als restaurierte. Dringender Handlungsbedarf war angesagt und selbstverständlich wurden hohe Anforderungen an die ausfürhenden Restauratoren gestellt






Kardinal Wetter, der scheidende Kardinalsstaatssekretär Angelo Sodano, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann und der Kölner Kardinal Joachim Meisner standen direkt mit dem Heiligen Vater am Altar.











Auch auf der Altarinsel Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und Dr. Heinz Geist aus dem Domkapitel Würzburg






Die Predigt des Papstes fordert Ehrfurcht vor Gott und Verantwortung füreinander:


Die Nächstenliebe, für den Papst „zuallererst Sorge um die Gerechtigkeit“, sei der Prüfstein des Glaubens und der Gottesliebe. Gott müsse gerade auch für die westlichen Gesellschaften wieder „bestimmend werden“ für das Leben und Handeln. In diesem Kontext kritisierte Benedikt XVI. eine „Art von Vernünftigkeit, die Gott total aus dem Blickfeld des Menschen ausgrenzt, dies für die höchste Art von Vernunft ansieht, die man auch anderen Kulturen beibringen will“.
„Was wir dringend brauchen, ist Ehrfurcht vor Gott“
Scharf kritisierte der Papst eine „Verachtung Gottes“, einen, wie er sagte, „Zynismus, der die Verspottung des Heiligen als Freiheitsrecht ansieht und Nutzen für zukünftige Erfolge der Forschung zum letzen ethischen Maßstab erhebt“. Wörtlich fügte er hinzu: “Dieser Zynismus ist nicht die Art von Toleranz und kultureller Offenheit, auf die die Völker warten und die wir alle wünschen. Die Toleranz die wir dringend brauchen, schließt die Ehrfurcht vor Gott ein – die Ehrfurcht vor dem, was dem Anderen heilig ist.“

Allerdings, so das geistliche Oberhaupt von mehr als 1,2 Milliarden katholischen Christen in allen Völkern und Kulturen, setze dies auch bei den Gläubigen selbst Ehrfurcht vor dem Heiligen voraus und dass sie bereit seien, „selbst die Ehrfurcht vor Gott wieder zu lernen“. In der westlichen Welt könne diese Ehrfurcht nur dann wieder gewonnen werden, „wenn der Glaube an Gott wieder wächst, wenn Gott für uns und in uns wieder gegenwärtig wird“.

Der Glaube darf niemandem aufgezwungen werden
Der Papst betonte, dass dieser Glaube niemandem aufgedrängt werden dürfe. Glaube könne nur in Freiheit geschehen. Wörtlich sagte der Heilige Vater: „Aber die Freiheit der Menschen rufen wir an, sich für Gott aufzutun, ihn zu suchen, ihm Gehör zu schenken.“ Alle sollten darum bitten, dass die “Schwerhörigkeit für Gott, für sein Wirken und sein Wort“ geheilt und die Menschen wieder sehend und hörend gemacht würden. „Die Welt braucht Gott, wir brauchen Gott“, sagte der Papst wörtlich.











Der große und beeindruckende Chor mit 300 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen der Münchner Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Karl-Ludwig Nies






Bei der Gabenprozession brachten Jugendliche, Frauen und Männer weitere Gaben zum Altar, die das kirchliche Leben in der Erzdiözese München und Freising verdeutlichten.  





Zwei Beschäftigte der Wendelstein-Werkstätten der Caritas für Behinderte überreichten einen Kerzenständer als Symbol für die Nächstenliebe in christlichen Gemeinden. Junge Ordensfrauen aus Vietnam und Oberbayern und ein Seminarist aus dem Studienseminar St.Michael in Traunstein trugen eine Berufungskerze zum Altar. Sie sollte Sinnbild sein für die lebendige und würdige Feier der Gottesdienste in den Gemeinden. Die Referentin für caritative und soziale Aufgaben im Ordinariat, Elke Hümmeler, und der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken, Professor Alois Baumgartner, brachten die Kollekte vom 3. September für die bedrängten Christen im Nahen Osten zum Altar. Das Geld ist ein Geschenk des Erzbistums an den Papst und soll für den Bau eines Gemeindezentrums der Franziskaner in Nazareth verwendet werden.



Als Zeichen für das Glaubenszeugnis brachten eine Schülerin und eine Kunstlehrerin des Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums der Armen Schulschwestern in München ein Mosaikbild mit der Darstellung des geheilten Taubstummen mit dem Titel „Effata - öffne dich“ mit.



Brot und Wein für die Eucharistie brachten Diakone aus dem ganzen Erzbistum dar.



Der Papst und die Kardinäle bei der Vorbereitung zur Heiligen Kommunion






Papst Benedikt erwartet hochrangige Vertreter aus Kirche und Politik zur Kommunion






Noch im stillen Gebet versunken, bevor Papst Benedikt ...



... das Angelus-Gebet spricht


Zum Abschluss des feierlichen Gottesdienstes um 12.00 Uhr mittags betete der Papst das Angelus-Gebet und hielt seine traditionelle Sonntagsansprache. Mit dem großen „Te Deum“, dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ ging die Messe zu Ende.






Die letzten Grüße des Papstes vom Altar bevor ...



... der Auszug begann





Die 250.000 Pilger wurden laut und verabschiedeten ihren Papst mit Applaus und wehenden Fahnen. Auch wir aus Kitzingen konnten uns nicht zurückhalten!








Zu dem Gottesdienst waren Bischöfe und Weihbischöfe aus 16 deutschen Diözesen und elf europäischen Ländern gekommen, sowie je zwei Bischöfe aus Afrika und aus Ecuador, dem südamerikanischen Partnerland der Diözese. Ganz links ist unser Bischof Friedhelm aus Würzburg zu erkennen!






Der Papst und seine Kardinäle Karl Lehmann, Friedrich Wetter und Joachim Meisner



Einfach beeindruckend - der Blick ins Objektiv!



Unter großem Jubel verläßt Papst Benedikt das Gelände



Kardinal Lehmann bei der Vorbereitung zu einem Interview



Er steht wie gewohnt, immer Rede und Antwort





Ein tiefes und eindrucksvolles Erlebnis geht zu Ende. Das anfangs befürchtete Verkehrschaos blieb aus. Die 250.000 Teilnehmer haben die Eucharistiefeier "friedlich und freundlich" mitgefeier. Die vorhergesagten Strapazen, die manche Pilger abgeschreckt haben mögen, sind auf jeden Fall in keiner Weise eingetroffen.





Einige Impressionen beim Verlassen des Messegeländes:









Gegenwart und Tradition











Starke Nerven bewies diese Familie. Kartenspielend inmitten der zum Ausgang drängenden Pilger!











Auf der Heimfahrt pausierten wir noch in Eichstätt und machten einen Besuch in der Benediktinnerinnen-Abtei St. Walburga










Nach einem schönen Aufenthalt in Eichstätt, machte sich unsere "Papstpilgergruppe" müde, aber glücklich über dieses einmalige Erlebnis auf in Richtung Kitzingen.








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